Als Kind träumte ich davon, Schauspielerin und Entdeckerin zu werden.

Als die Zeit kam, mich für einen Beruf zu entscheiden, verwarf ich beide Kindheitsträume, nachdem der eine nicht die Zustimmung meiner Familie fand und ich den anderen damals nicht mit irgendeinem mir bekannten Berufsbild verbinden konnte.

Ich hatte lange Zeit nicht die geringste Ahnung, was ich stattdessen tun sollte. Vielleicht Tennisprofi? Die Voraussetzungen waren mir gegeben. Doch letztlich entschied ich mich gegen den sportlichen Zweikampf. Also, wohin wollte ich? Was wollte ich tun? Ich hatte immer noch keine Ahnung. Ich wusste nur eines, es sollte etwas Bedeutendes sein. 

Ich hatte gelernt, dass die Entscheidung für einen Beruf vor allem eins sein sollte, vernünftig. Meine Entscheidung für die Architektur war vernünftig genug, um den Segen meiner Familie zu erhalten und mir das Gefühl von Zugehörigkeit zu geben. Und ich lernte während meines Studiums den Mann kennen, mit dem ich mehr als 20 Jahre meines Lebens verbracht habe. Wir haben zusammen studiert, wir haben zusammen gearbeitet und wir haben eine Familie gegründet. Von Stefan habe ich gelernt, meinen Blick fürs Detail zu schärfen. Mit Stefan habe ich gelernt, was man richtig und wieviel man falsch machen kann, wenn man ein eigenes Architekturbüro führt. Gemeinsam haben wir das Glück erlebt, ein wunderbares Wesen auf dieser Welt begrüssen und begleiten zu dürfen, unsere Tochter Lena Sophie. Meine Entscheidung für die Architektur war also viel weitreichender, als ich jemals hätte ahnen können.

Und wie ging es beruflich für mich weiter?

Vernunftentscheidungen sind Entscheidungen, die wir auf Grund reiflicher Überlegungen und Abwägungen treffen. Sie sind gut, so lange wir mit ihnen nicht unsere Träume begraben. Als ich mich für das Architekturstudium entschied, wähnte ich mich immerhin in nicht allzu weiter Ferne von meinem Traum, Entdeckerin zu werden. 

Es hat ein abgeschlossenes Studium und vierzehn Jahre Berufsleben gebraucht, bis mir klar wurde, wer ich als Entdeckerin bin und dass die Architektur ein durchaus kreativer und faszinierender Weg ist, der mich jedoch nicht dahin führte, wo es mich immer deutlicher hinzog. Ich liebe es, in Beziehung zu treten und Menschen auf ihrer eigenen Entdeckungsreise zu begleiten, auf der sie herausfinden, was sie in der Welt bewegen wollen. Den leichtesten Zugang zu unserem Potenzial finden wir, wenn wir uns an unseren Traum erinnern und uns auf den Weg machen, ihm zu folgen. 

Mit dieser Erkenntnis begann meine persönliche und berufliche Veränderung.

Heute arbeite ich als Coach, Mentorin und Strategieberaterin für Architekten und Architektinnen.

Wenn Dich interessiert, wie ich meinen Weg gefunden habe, wer mir dabei geholfen hat und was ich in der Welt bewegen möchte, dann kannst Du hier weiterlesen...