LET THERE BE LIGHT

VOM ARCHITEKTURBÜRO ZUM UNTERNEHMEN

Szenische Darstellung einer Transformation

Teil II

Der folgende Text ist ein Ausschnitt aus dem Transkript meines Gesprächs mit Magnus L. im Rahmen des Mentor Programms.

“… in einer Welt, in der wir uns am richtigen Platz fühlen, strahlen wir etwas aus, das auch anderen Menschen Kraft und Mut gibt, ihren eigenen Weg zu gehen. Wenn ich mit meiner Geschichte dazu beitragen kann, dass diese Botschaft viele Menschen erreicht und ich denen Mut machen kann, die noch zögern, dann bin ich gerne bereit, meine Erkenntnisse und Fortschritte aus unserer gemeinsamen Arbeit öffentlich zu machen.” Magnus L.

Magnus L. ist das Alter Ego meines Klienten, in das er mit jedem Schritt, den er auf dem Weg zum Architekturbüro seiner Träume tut, hineinwächst.

Personen

Magnus L. (Architekt) 

Elke Anna Mehner (Coach, Mentorin, Strategieberaterin) 

Teil I - TO THE WONDER - findest Du hier

Handlung

Wie alles begann.

ES WERDE LICHT

ERSTER AKT - WIE ENTDECKE ICH MEINE MISSION

Kapitel 1 Gründungsmythos

Magnus und ich treffen uns fünf Wochen nach unserer ersten Begegnung zu einem persönlichen Gespräch im Rahmen des Super Mentor Programms. Hinter uns liegen zu diesem Zeitpunkt zwei schriftliche Frage - Antwort - Runden zum Kapitel Gründungsmythos. Nach unserem Gespräch wird Magnus das erste Kapitel seines Unternehmenshandbuchs mit einer Textversion abschliessen.

Magnus, wie ist es Dir ergangen mit der Beantwortung der Fragen des ersten Kapitels des Super Mentor Programms?

Ich bin überrascht, wieviel aus meiner Vergangenheit ich vergessen hatte. Derart bewusst zurückzuschauen auf mein Leben ist neu für mich. Ich fühle mich wie auf einer Abenteuerreise.

Wie war das, so weit zurückzuschauen und tatsächlich ein Thema zu entdecken, das Dir immer wieder begegnet?

Wie gesagt, abenteuerlich und aufregend. Interessanterweise auch kraftspendend. Regelrecht schockiert hat mich allerdings, als mir klar wurde, dass ich tatsächlich vor langer Zeit schon einmal gedanklich dieses Thema mit der Architektur verknüpft habe.

Warum war das schockierend?

Naja, wohl vor allem auf Grund der Tatsache, dass ich mich so lange nicht daran erinnert habe. Ich glaube, ich habe das wirklich nur dieses eine Mal in meinem Leben formuliert, bevor ich mit Dir angefangen habe zu arbeiten. Ich habe da früher schon immer mal wieder drüber nachgedacht und es jedes Mal abgetan, bis es weg war aus meinem Kopf. Vielleicht erschien es mir zu verrückt oder zu speziell oder auch zu wenig erfolgversprechend. Keine Ahnung. Ich habe da einfach nicht weiter drüber nachgedacht.

Wie ist es jetzt?

Jetzt habe ich das Gefühl, in meinem Kopf verknüpfen sich Themen, Gedanken und Gefühle, die ich lange Zeit einfach nicht mehr zusammengebracht habe. Und es passt alles zusammen.

Du hattest zu Beginn Schwierigkeiten mit der Frage nach dem Thema Deines Lebens. In unserem schriftlichen Dialog hast Du Dich schließlich positioniert. Wie fühlt sich das an?

Ich weiß noch, dass ich beim ersten Lesen gedacht habe, dass ich die Formulierung übertrieben fand. Ein Thema, das alle Themen in meinem Leben überstrahlt? Ich gebe zu, ich war skeptisch. Ich war aber auch extrem neugierig. Ich habe meine Familie befragt und meine engsten Freunde. Und siehe da, das eine Thema tauchte tatsächlich immer wieder auf. Mein bester Freund erinnerte mich an einen legendären gemeinsamen Abend, an dem wir im Keller in meinem Elternhaus in unserem selbst zusammengebastelten Tonstudio saßen und unsere E-Gitarren quälten. Damals war ich vielleicht 15 oder 16 Jahre alt. Mein Freund erzählte mir, dass ich an diesem Abend gesagt hätte, ich würde eines Tages für unsere Musik-Idole Häuser bauen, mit Tonstudios und allem, was ein Musikerherz begehrt. Dass ich später mal Architektur studieren würde, war damals schon völlig klar. Mein Vater hatte ein eigenes Büro und dass ich einmal an seine Stelle treten würde, das war irgendwie gar kein Thema. Das war einfach so. Ich hatte auch Lust, Architekt zu werden. Ich wusste, dass ich das mal gut machen würde. Doch mein Herz schlug eindeutig für die Musik. Damit bin ich am Abend eingeschlafen und damit bin ich am Morgen wach geworden. Das ist heute übrigens auch noch so. Naja, nicht immer, weil es einfach nicht immer geht, wenn Du Familie hast. Doch so oft es geht, begleitet mich Musik und alles was damit zusammenhängt. Musik ist total wichtig für mich.

Ich war beeindruckt, als Du die Frage nach dem nächsten Schritt als logische Konsequenz aus Deinen Erkenntnissen mit großer Klarheit und Entschlossenheit beantwortet hast.

Seit mir bewusst ist, dass ich zwei wichtige Bereiche in meinem Leben bis jetzt konsequent getrennt habe, kommt mir das völlig unsinnig vor. Musik zu machen ist, seit ich denken kann, mein Rückzugsgebiet. Ich habe das bis jetzt immer so ein bisschen wie ein Geheimnis behandelt. Ich teile das echt nur mit wenigen Menschen. Doch mein Interesse für Musik geht ja weit über mein eigenes Musik machen hinaus und eigentlich hätte ich viel lieber viel mehr Austausch. Ich habe auch heute noch sogenannte Idole und ich verfolge deren musikalische Entwicklung. Ich habe übrigens mein eigenes Haus sozusagen um meine Musikleidenschaft herum gebaut.

Das klingt spannend. Was war Dir denn besonders wichtig dabei?

Als Musiker brauchst Du einen Raum, in dem Du Dich entfalten kannst. Du willst idealerweise in einem Raum komponieren, mischen und spielen, der Dich inspiriert. Für mich zum Beispiel ist dabei vor allem die Verbindung zur Natur wichtig. Ich brauche das Gefühl, eng mit der Natur verbunden zu sein, wenn ich komponiere. Es gibt also in meinem Haus einen großen und hellen Raum, in dem genügend Platz ist für meine Instrumente, zu denen unter anderem ein Flügel zählt. Der Raum musste so konzipiert sein, dass ich ihn einerseits als Rückzugsbereich nutzen kann. Er sollte sich aber auch allen anderen Räumen, wie Essbereich, Küche und Wohnbereich öffnen, sie einbeziehen können, so dass die Musik den gesamten, ich nenn ihn mal den öffentlichen Bereich, ausfüllen kann. Musiker brauchen andere Häuser. Ja, ich bin sicher, Musiker brauchen tatsächlich grundsätzlich andere Häuser. -Lacht- Die brauchen musikalische Häuser. Nein, das ist jetzt noch nicht die treffende Formulierung. Aber da komm ich schon noch hin in unserer gemeinsamen Arbeit. Ich bin sicher.

Du hast bereits als 15 jähriger beschlossen, dass Musiker andere Häuser brauchen. Könnte man das so sagen?

Auf jeden Fall.

Wie viele Häuser für Musiker hast Du seitdem gebaut?

Zum Beispiel für einen, der sein Geld mit Musik verdient?

Zum Beispiel für so einen, ja.

Da muss ich passen. Ich habe ja gesagt, ich hatte das einfach vergessen.

Tatsächlich hast Du bereits ein Haus für einen Musiker gebaut.

Stimmt. Mein Haus oder sagen wir mal, mein Konzept würde dem einen oder anderen Musikschaffenden vermutlich gut gefallen. Ich habe irgendwie nie darüber nachgedacht, warum ich Architekt geworden bin. Wie gesagt, das war einfach klar, weil mein Vater Architekt war und weil ich gerne Modelle gebaut habe und schon immer ein gutes Raumgefühl hatte. Doch als mein Freund mir die Kellergeschichte erzählt hat, da ist mir ganz schön heiss geworden.

Ist noch mehr passiert während und vielleicht auch nachdem Dein Freund Dich an Deinen Traum erinnert hat?

Allerdings. Da ist eine ganze Menge passiert und Deine Fragen haben mich dann auch zurückgeführt zu Menschen und Ereignissen, die mit meinem Traum zu tun hatten. Ich habe mich erinnert, wie die Musik in mein Leben gekommen ist und welcher Mensch dabei eine große Rolle gespielt hat. Als ich das Gespräch mit meinem Freund später nochmal habe nachwirken lassen, sind mir echt die Tränen gekommen und das geht mir eigentlich fast immer so, wenn ich jetzt daran denke. Ich fühle wieder genau die gleiche Energie und Freude, die ich gefühlt habe, als ich als 15 jähriger ausgesprochen habe, was ich später mal als Architekt machen wollte. Auf einmal kommt da Musik rein, tatsächlich im wahrsten Sinne des Wortes.

Architektur rückt in einen sinnhaften Kontext, in dem ich viel zu geben habe und in dem ich immer mehr Erfahrungen machen möchte. Das alles bewegt sich ja auch jenseits von Selbstzweck und Sicherung der Existenz. Mein Vater hatte dazu eine komplette andere Einstellung. Architektur spricht für sich selbst und für den Architekten. Bauherren sollten zahlen und sich ansonsten raushalten, gerade wenn es um Gestaltung ging. Ich war auf dem besten Weg, meinem Vater auf diesem Weg zu folgen. Verknüpft mit meinem Musikthema bekommt die ganze Architektursache für mich einen Sinn, der weit übers reine Bauen hinausgeht. Ich habe da ernsthaft etwas zu geben und ich will mich darüber austauschen. Ich will Menschen finden, die meine Leidenschaft teilen und einen Architekten suchen, mit dem sie ihre eigenen Träume umsetzen können und von dem sie sich vor allem verstanden fühlen. Als mir das jetzt, 20 Jahre später so deutlich wurde, hat mich das tatsächlich umgehauen.

Ich finde Deinen Plan für Deinen nächsten wichtigen Schritt total schlüssig und strategisch folgerichtig. Was fühlst Du, wenn Du Dir vorstellst, Du lädst Deine Musikerfreunde ein, um ihnen von Deinem Plan zu erzählen?

Das kann ich Dir genau sagen. Das macht mich ziemlich an, also, ich meine, ich bin total aufgeregt. Ich will sofort loslegen. Ich hab da ein paar Kontakte, die werden meine Idee lieben. Sie können mich mit weiteren Leuten aus dem Musikbusiness zusammenbringen und so weiter. Und dann ist noch etwas Bemerkenswertes passiert. Ich habe immer weniger Lust, mich um alles mögliche im Büro zu kümmern. Doch jetzt, da ich weiß, dass ich mich mit etwas beschäftigen werde, das meinem Büro einen echten Wert, ja ein Alleinstellungsmerkmal geben kann, wenn ich es richtig anstelle, habe ich kein schlechtes Gewissen mehr, wenn ich mich aus dem Alltagsgeschäft ein wenig zurückziehe. Ich will wirklich, dass das auch weitestgehend ohne mich läuft. Auch deshalb will ich das Mentor Programm durchziehen. Ich will Prozesse entwerfen und etablieren. Ich will Strukturen schaffen, wo sie jetzt ganz klar noch fehlen. Doch vor allem will ich mein Thema, die Musik, jetzt endlich mit der Architektur verbinden. Dazu braucht es neue Strategien und die richtigen Kontakte. Ich habe große Lust, mich auf die zukünftige Ausrichtung meines Büros zu konzentrieren.

Und Du hast mit Deinen Antworten zum ersten Kapitel Gründungsmythos eine sehr gute Grundlage für alle weiteren Schritte geschaffen.

Ich habe schon so viele Ideen, und die gehen weit über die Idee eines Hauses für einen Künstler hinaus. Die will ich alle unbedingt auf Sinnhaftigkeit und Umsetzbarkeit überprüfen. Das bedeutet auch, ich muss mit Leuten reden, die das interessieren könnte. Übrigens hat mich auch die Frage, was ich in der Welt bewirken möchte, im ersten Moment lahm gelegt. Doch dann kamen die Ideen und mir wurde klar, dass es darum geht, einen Anfang zu machen und Menschen zu finden, die meine Leidenschaft teilen und die das, was ich anbieten will, auch wollen. Ich will in der Welt der Musikschaffenden etwas bewegen, besser machen, Raum für Kreativität schaffen. Musik ist angewandte Kunst. Das ist eine Lebenseinstellung und Weltanschauung. Ich bringe all das zusammen mit dem passenden und inspirierenden Lebensumfeld, das jeder Künstler braucht und jeder auf unterschiedliche Art. Wenn es mir gelingt, mich zum Beispiel aus der Planung und der Bauleitung so weit zurück zu ziehen, wie ich das jetzt gerne möchte, dann komme ich da einen großen Schritt voran.

Also mich hast Du mit Deinen Antworten und Deiner Ansprache gerade auf jeden Fall erreicht. Deine Begeisterung ist total ansteckend. Die Herausforderung, die ich jetzt sehe, ist genau die, die Du auch benannt hast. Hast Du denn schon eine Idee, wieviel Deiner Zeit, die Du normalerweise der Facharbeit widmest, Du zukünftig für Deine Unternehmeraufgaben reservieren willst?

Auch darüber habe ich schon nachgedacht. Ich möchte mich zukünftig erst einmal einen ganzen Tag pro Woche aus dem Büroalltag rausziehen und mich ganz meinen Plänen und natürlich deren Umsetzung widmen. Ich will zudem einen Nachmittag pro Woche meiner Arbeit im Mentor Programm widmen. Und dann gibt es ja noch unsere persönlichen Treffen alle sechs bis sieben Wochen. Das ist dann noch mal ein ganzer Tag, an dem ich ausschliesslich an der Zukunft meines Architekturbüros arbeite.

Ich bin beeindruckt. Dann lass uns doch mal schauen, was Du tun kannst, um Dir den Schritt zu mehr Zeit für Deine Unternehmeraufgaben zu erleichtern und sicher zu stellen, dass es Dir gelingt, dran zu bleiben. Ich gebe Dir heute zum Abschluss die folgenden Fragen mit.

Was ist notwendig, was brauchst Du, damit Du Dich aus der Facharbeit weitestgehend zurückziehen kannst?

Mit welchen Hindernissen/Problemen rechnest Du, wenn Du Dich weitestgehend aus der Facharbeit zurückziehst?

Welche Lösungsangebote fallen Dir zu den genannten Hindernissen/Problemen ein?

Wer kann Dich dabei unterstützen, Lösungen für diese Probleme zu finden?

An wen kannst Du die Aufgaben, die Du nicht mehr erfüllen willst, abgeben?

Wann willst Du diese Aufgaben übergeben?

Wer könnte etwas dagegen haben, dass Du Dich künftig nicht mehr so intensiv der Facharbeit widmest?

Wie wirst Du damit umgehen?

Wann willst Du mit Deiner neuen Zeiteinteilung beginnen?

Super. Die Fragen sind genau das, was ich jetzt brauche. Können wir darüber nochmal sprechen, wenn ich an einer Stelle unsicher werden sollte?

Klar, jederzeit.

Ich freue mich jetzt richtig darauf, den ersten Text meines Unternehmenshandbuchs zu schreiben. Ich danke Dir für Deine Unterstützung.

Es ist mir eine große Freude, Dich zu begleiten. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.


Wenn Du auf der Suche bist nach dem tieferen Sinn Deiner Arbeit als selbständiger Architekt und selbständige Architektin bist oder wenn Du unsicher bist, ob sich das Thema, dem Du jenseits Deiner Arbeit einen großen Teil Deiner Zeit und Deiner Aufmerksamkeit schenkst, mit Deinem Architekturbüro verbinden lässt, dann gibt es einen sicheren Weg, das herauszufinden.

In den ersten drei Kapiteln des SUPER MENTOR Programms widmen wir uns ausschliesslich Deiner Unternehmer- Persönlichkeit.

Du findest den roten Faden, Du erkennst, was Dich zurückhält, Deinen ganz eigenen Weg zu gehen. Du findest Mittel und Wege, Deine Herausforderungen zu meistern. Du dringst vor zur Quelle Deiner Motivation. Und das Beste ist, Du begibst Dich auf eine spannende, beglückende und in jeder Hinsicht bereichernde Reise.

Mehr über das SUPER MENTOR Programm findest Du hier.