KLARHEIT UND TIEFE

Schließ' deine Augen und atme tief
Und hör' mal auf nur das zu glauben, was du siehst
Du weißt genau, alles durchschauen, das schafft man nie
Doch was du brauchst, das ist Vertrauen und Fantasie

Die Fantastischen 4

 

Ein Interview mit Isabel Mayer - Stadtplanerin aus Cottbus -  zu ihren Erfahrungen aus der Entwicklung ihres Unternehmens-handbuchs im Super Mentor Programm.

 

Was war der Grund für Deine Entscheidung, ein Unternehmenshandbuch zu erarbeiten?

Ich beschäftigte mich schon immer mit strategischen und unternehmerischen Fragen, immer hatte ich jedoch das Gefühl, dass mir dabei grundlegende Werkzeuge fehlen. Mir fehlte ein Grundgerüst im Sinne eines Modells und mir fehlten exakte Begriffsdefinitionen sowie ein Verständnis davon, wie sich die unterschiedlichen Aspekte des Unternehmertums einerseits voneinander abgrenzen lassen und andererseits, wie sie zueinander in Verbindung stehen.

Das Unternehmenshandbuch erschien mir ein gutes Tool, um Klarheit und gleichzeitig Tiefe in die einzelnen Themen zu bringen.

 

Warum hast Du Dich für die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen SUPER MENTOR entschieden?

Mich hat damals die Tatsache überzeugt, dass sich SUPER MENTOR auf die Architekturbranche spezialisiert hat. Ich fand die Vorstellung gut, dass durch das Grundverständnis, wie ein Planungsbüro funktioniert, eine gemeinsame Basis vorhanden ist, von der aus sofort in die wichtigen Themen eingestiegen werden kann.

 

Wie hat sich Dein Selbstbild als Unternehmerin verändert, seit Du kontinuierlich an dem Modell Deines Unternehmens arbeitest?

Ich habe geglaubt, der Erfolg meines Unternehmens würde sich einstellen, wenn ich nur hart genug arbeite. Damit befand ich mich in einer Sackgasse, ich geriet an die Grenze meiner Leistungsfähigkeit und musste nach meiner Überzeugung annehmen, dass ich einfach nicht gut genug bin, sobald etwas schieflief. Die Arbeit am Unternehmenshandbuch hat mir gezeigt, dass ich mir mit meinen vermeintlichen Wahrheiten und verinnerlichten Glaubenssätzen teilweise selbst im Weg gestanden habe.

 

Wie hat sich die Arbeit an Deinem Unternehmenshandbuch auf Deine Beziehung zu Deinen Mitarbeitern ausgewirkt? 

Durch die Arbeit am Unternehmenshandbuch habe ich eine große Klarheit über die Aufgaben- und Rollenverteilung erlangt, die ich auch den Mitarbeitern vermitteln kann. Das Verständnis der eigenen Rollen und die meiner Mitarbeiter führte zu einer klareren Kommunikation und zu einer größeren Zufriedenheit bei allen Beteiligten.

 

Wie hat sich die Arbeit an Deinem Unternehmenshandbuch auf Deine Beziehung zu Deinen Kunden ausgewirkt? 

Das Verhältnis zu meinen Kunden hat sich insofern verbessert, dass ich mich heute noch viel stärker als Dienstleister verstehe. Durch die Arbeit am Unternehmenshandbuch habe ich gelernt, mich regelmäßig in die Lage meiner Kunden hineinzuversetzen und zu fragen, was sie in der Situation brauchen. Oft ist es ganz einfach, die Bedürfnisse der Kunden zu erfüllen und es entsteht dabei eine partnerschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

 

Wie hat sich die Auftragslage Deines Unternehmens verändert, seit Du begonnen hast, kontinuierlich an Deinem Unternehmen zu arbeiten?

In den zwei Jahren, in denen ich an meinem Unternehmens-handbuch arbeitete, hat sich mein Umsatz mehr als verdoppelt, die Auftragslage ist auch perspektivisch sehr gut.

 

Als wir uns kennenlernten, sagtest Du, Du wollest ein erfolgreiches Unternehmen führen. Nach der Bearbeitung der ersten drei Kapitel des Mentor Programms konntest Du das, was Du mit Deinem Unternehmen erreichen willst, auf den Punkt bringen. 

Ich möchte mit meiner Arbeit eine Gesellschaft befördern, in der Werte wie Zusammenhalt, Miteinander und Verantwortung des Einzelnen für die Gemeinschaft zählen. Mein Ziel ist es, Prozesse und Orte zu gestalten, die diesen Werten Rechnung tragen.

Ich setze mich ein für lebens- und liebenswerte Orte, in denen das Miteinander gelebt wird und Zusammengehörigkeitsgefühl entsteht.

 

Wie weit bist Du seitdem auf dem Weg zu diesem Ziel vorangekommen?

Ich habe das Model des Unternehmens meiner Träume entworfen und ich habe mit der Umsetzung begonnen. Es geht beständig weiter und es macht sehr viel Freude zu sehen, wie sich alles um meine Mission herum kristallisiert. Dies ist aber auch mit kontinuierlicher Arbeit verbunden.

 

Welche bedeutsamen Erlebnisse während der Arbeit mit Deiner Mentorin sind Dir in Erinnerung geblieben?

Im Grunde ist in der Rückschau der ganze zweijährige Prozess etwas sehr Besonderes. Die Kombination aus schriftlichen Fragen und Antworten waren toll, weil ich mich intensiv und detailliert mit den Fragen und deren Beantwortung beschäftigen konnte. Schon dabei entstand ein unglaublicher Erkenntnisgewinn. Durch die Skypetermine wurde dies dann noch gekrönt, denn es kamen weitere Aspekte zum Tragen und meine Mentorin setzte neue Impulse und ließ mich den Blickwinkel verändern.

Die wichtigsten Erlebnisse waren diejenigen, bei denen ich etwas über mich selbst erfahren habe. Es waren die Momente, in denen durch den Dialog mit meiner Mentorin, ob schriftlich oder im direkten Gespräch, ein umfassendes Verständnis für mich selbst entstand, in denen ich begriff, was mich antreibt und was mich hemmt.

 

Was haben diese Erlebnisse in Dir ausgelöst?

Diese Erlebnisse haben mir nicht nur dabei geholfen, Verhaltens- und Denkweisen zu hinterfragen, sondern sie auch zu verstehen. Ich habe gelernt, mir selbst mehr Nachsicht entgegenzubringen. In meinem beruflichen Alltag agiere ich dadurch nicht nur viel bewusster, sondern auch selbstbewusster.

 

Du hast Dich, nach Fertigstellung der ersten Version Deines Unternehmenshandbuchs, für eine weitere Zusammenarbeit in regelmäßigen Abständen mit Deiner Mentorin entschieden. Warum ist das wichtig für Dich?

Ich fühle mich durchaus in der Lage meinen Weg weiter zu gehen, doch ich sehe auch die Gefahr, dass ich auf mich gestellt im Alltagsgeschäft verharre. Es ist so einfach, sich „nur“ auf die aktuellen Herausforderungen zu konzentrieren, es ist so schwer sich immer wieder heraus zu nehmen und den bewussten Abstand zu suchen. Die Termine mit meiner Mentorin sind für mich eine Art Anker, die gewährleisten, dass ich nie vollständig und langfristig im Alltagsgeschäft versinke. Ich habe mich jedoch auch für die weitere Zusammenarbeit entschieden, weil der unvoreingenommene Blick von außen von Zeit zu Zeit notwendig ist, um das Bild zu vervollständigen.

 

Welche Herausforderungen hast Du auf Deinem bisherigen Weg zum Stadtplanungsbüro Deiner Träume gemeistert?

Ich dachte, um das Stadtplanungsbüro meiner Träume zu erschaffen, müsste mir ein ganz großer Wurf gelingen. Ich war der Meinung, dass ich eine geniale Idee entwickeln müsse, die mein Unternehmen einzigartig macht und mit der ich meine Mission umsetzen kann. Für mich war es eine wichtige Erkenntnis zu sehen und zu verstehen, dass das Stadtplanungsbüro meiner Träume bereits existiert, dass ich jeden Tag daran arbeiten kann, meine Werte in die Welt zu bringen und für sie einzustehen.

 

Was war für Dich die größte Herausforderung im Bereich der persönlichen Entwicklung, die Du gemeistert hast?

Ich habe das Gefühl, die größte Herausforderung ist immer diejenige, die es gerade gilt, anzunehmen. In der Rückschau erscheinen mir diese Herausforderungen gar nicht mehr so groß. Die größte war es vielleicht, Lob und Anerkennung anzunehmen und mir selbst den Erfolg von Herzen zu gönnen. 

Auch habe ich gelernt, geduldig zu sein, vor allem mit mir selbst. Ich habe lernen dürfen, dass nicht all meine vermeintlichen Wahrheiten wirklich wahr sind.

 

Was ist der Beitrag Deines Unternehmens zu einer besseren Welt?

In der Stadtplanung und -entwicklung sind viele Akteure mit unterschiedlichen, teils gegenläufigen Zielstellungen involviert. Unsere Arbeit fokussiert auf den Menschen, der an dem jeweiligen Ort zu Hause ist. Dabei geht es immer darum ein sichtbares, gebautes und ein unsichtbares, soziales Umfeld zu schaffen, das einerseits Freiheit gibt zur Entfaltung des Einzelnen und andererseits Geborgenheit schafft für eine starke Gemeinschaft. Indem wir bei all unseren unterschiedlichen Projekten den Fokus auf den Menschen richten, für und mit ihm planen und handeln, leisten wir unseren Beitrag zu einer besseren Welt.

 

Was ist die Botschaft Deines Unternehmens an seine Community?

Come together!