Der veränderte Blick

In persönlichen Gesprächen mit Interessenten für die SUPER GRUPPE werde ich immer wieder gebeten, über die Erfahrungen von Mitgliedern zu berichten. Es sind Fragen wie: 

Was waren die Beweggründe von Architekten und Architektinnen einer SUPER GRUPPE beizutreten? Was für Erfahrungen und Entwicklungen machen die Mitglieder ganz konkret? Was für konkrete Erfolge stellen sich durch die Mitgliedschaft in einer SUPER GRUPPE ein?  Wie lange sollte ich Mitglied in einer SUPER GRUPPE bleiben? 

Ich habe diese und weitere Fragen zum Anlass genommen, eine Serie von Interviews mit Architekten und Architektinnen zu starten, die bereits seit einigen Jahren Mitglied einer SUPER GRUPPE sind.

Das erste Gespräch führte ich mit Markus Legiehn, Architekt aus Potsdam. Er war Mitglied in einer SUPER GRUPPE (ehemals Strategiekreis Architekten) von Januar 2013 bis März 2017.

Ich wünsche Dir viel Freude bei der Lektüre.

Elke Anna: 

Lieber Markus, ich danke Dir, dass Du Dich für dieses Interview zur Verfügung stellst und für Deine Bereitschaft, interessierte Kollegen und Kolleginnen an den Erfahrungen, die Du in der viereinhalb jährigen Mitgliedschaft in der Berliner SUPER GRUPPE gemacht hast, teilhaben zu lassen. Starten wir also mit der Frage, wie alles begann.

Was waren Deine Beweggründe für die Mitgliedschaft in einer SUPER GRUPPE, ehemals Strategiekreis Architekten?

Markus:

Zum Zeitpunkt meines Eintritts in die Selbständigkeit habe ich mich aufgrund der Flut von neuen Anforderungen, die an mich gestellt wurden, überfordert gefühlt. Ich habe ganz praktische Hilfe und Unterstützung in der Bewältigung meiner neuen Lebenssituation gesucht.

Welche nachhaltigen Erfahrungen hast Du in der SUPER GRUPPE gemacht?

Zunächst habe ich eine Enttäuschung erlebt, weil ich damit gerechnet hatte in der Gruppe eine Bedienungsanleitung zu erhalten, wie ich mein Büro organisieren muss, damit ich meine Aufgaben erfüllen kann. In dem ersten Treffen bin ich aber mit ganz anderen Fragen konfrontiert worden, auf die ich nicht vorbereitet war. Der Blick wurde nicht auf die erfolgreiche Bewältigung des Tagesgeschäftes gelenkt, sondern auf die Frage, in welchem gesellschaftlichen Beitrag ich meine Lebensaufgabe erkenne, und wie ich dieses Ziel mit den Mitteln meines Unternehmens erreichen kann. Damit wird das Büro zum Mittel und bleibt nicht Zweck für den Lebensunterhalt. Diese Einordnung in ein anderes Bezugssystem hat meinen Blick auf den Beruf nachhaltig verändert.

Was waren die erfolgreichsten Ereignisse, die Du mit der SUPER GRUPPE in Zusammenhang bringst?

Das wichtigste Ereignis war für mich die eindeutige Ausrichtung meiner Arbeit auf einen spezifischen Arbeits- und Kundenbereich, meine Spezialisierung. In meinem Fall ist dies Architektur im Gesundheitswesen.

Warum stellen diese Ereignisse einen Erfolg für Dich dar?

Der Mut zur Spezialisierung hat mich nicht, wie anfangs befürchtet, in eine Sackgasse geführt, sondern im Gegenteil eine Vergrößerung des Kundenkreises und Verbesserung der Sichtbarkeit im Markt bewirkt. Mit zunehmender Spezialisierung werde ich immer besser in meinem Kundenkreis erkannt. Meine Akquise kann ich zielgenau durchführen, die Mitarbeiter entwickeln sich zu Spezialisten, die auch ihren Marktwert durch ihre Expertise steigern. Ich kann mich dauerhaft mit dem Arbeitsbereich befassen, der mich am meisten interessiert und meine Kenntnisse immer weiter perfektionieren.

Was war Dein Anteil daran, dass diese Ereignisse erfolgreich waren?

Meiner Entwicklung zu dem Schritt einer eindeutigen Positionierung meines Unternehmens ist ein fast 3-jähriger Reflexionsprozess vorausgegangen, der nicht immer leicht war. Ich musste mich lange mit meinen Zweifeln auseinandersetzen, bis ich den Mut für eine Entscheidung hatte.

Was ist das Ergebnis Deiner Zusammenarbeit mit der SUPER GRUPPE?

Die SUPER GRUPPE war ein eindeutiger Initiator und Katalysator für meine Unternehmensentwicklung. Ohne diese Begleitung wäre ich heute sicherlich nicht klar, was das Thema meiner Arbeit betrifft und in der Strukturierung des Unternehmens nicht so weit entwickelt.

Welche neue Zukunftsperspektive hast Du in der SUPER GRUPPE gewonnen?

Ich verfolge das Ziel, mit meinem Büro im Bereich Gesundheitswesen eine führende Position im Raum Berlin-Brandenburg einzunehmen. Das hätte ich zu Beginn meiner Selbständigkeit nicht für möglich gehalten.

Was war für Dich das Beste an unserer Zusammenarbeit?

Der 3-monatige Rhythmus von inhaltlicher Vorbereitung und Gruppentreffen war ein wichtiger Anstoß zur permanenten Fortentwicklung der konzeptionellen Arbeit am Unternehmen. Es braucht Ausdauer, langen Atem, nicht den kurzen Sprint.

Was waren Deine Beweggründe für die Beendigung Deiner Mitgliedschaft in der SUPER GRUPPE?

Die Teilnahme an der SUPER GRUPPE hat mich hinsichtlich der Ausrichtung meiner Arbeit geklärt und mein Unternehmen auf den richtigen Kurs gesetzt. Mir wurden Fragen beantwortet, die ich noch gar nicht erkannt hatte, weil sie sich hinter meiner Hilfesuche aus den Anfangstagen verborgen hatten. Nach viereinhalb Jahren habe ich den Eindruck, dass der Kreis damit seine große Aufgabe an mir erfüllt hat.

Ich danke Dir für Deine Antworten.